Sim-Racing Anfänger-Guides

Verständliche Walkthroughs für die Tools und Plattformen, mit denen neue Sim-Racer zuerst konfrontiert werden. Einstieg in iRacing, SimHub einrichten, weitere Guides folgen.

Aktualisiert April 2026
🏁 iRacing — Von der Anmeldung zum ersten Rennen 🎬 SimHub — Installation, Dashboards & Setup
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❗️ Was ist SimHub 📥 Installation 📈 Dashboard ⚙️ Auto-Einstellungen 💻 Geräte 📻 Dashboards 💡 LED-Profile 🔧 Arduino 🌬 Wind & Shaker 🏁 Fazit

🏁 iRacing Anfänger-Guide — von der Anmeldung zum ersten Rennen

Das Video-Guide, das wir uns beim Einstieg in iRacing gewünscht hätten

iRacing kann am Anfang ganz schön überfordernd sein — das Abo- und Kostenmodell, das Interface, die riesige Auswahl an Serien, die Ratings. Dieser Guide führt dich durch alles, was du für einen gelungenen Start brauchst, damit du dich hoffentlich einfach auf deine Rookie-Klasse und auf Fahrspaß konzentrieren kannst.

Dieser Guide basiert auf dem Transkript eines deutschsprachigen YouTube-Einsteiger-Guides. Creator / Link hier eintragen — Kanalname und Video-URL bitte ergänzen, um dem ursprünglichen Ersteller die Credits zu geben.

📝 1. Anmeldung & Abo

Warum iRacing.com besser ist als Steam — und was du wirklich zahlst

Anmeldung auf iRacing.com, nicht über Steam. Steam ist zwar manchmal kurzfristig ein paar Cent günstiger — vor allem bei Aktionen — aber auf die Dauer sind die Angebote auf iRacing.com (Mengenrabatt bei Autos, Black-Friday-Deals bei Verlängerungen) deutlich besser.

Abo-Modell. Im Gegensatz zu den meisten Sims ist iRacing kein einmaliger Kauf, sondern ein Abo. Für Neumitglieder gibt es oft 30 % Rabatt. Aktuell kostet der Monat rund 9,10 $, aufs Jahr gerechnet nur 6,42 $ / Monat — das ergibt mit Steuern ca. 91 $ / Jahr.

Black-Friday-Tipp. Zum Black Friday sind Jahres-Mitgliedschaften bis zu 50 % günstiger für neue Mitglieder; Bestandsmitglieder sparen bei der Verlängerung bis zu 25 %. Viele Langjährige verlängern deshalb immer im November.

Klarnamenpflicht. Der bei Vor- und Nachname eingetragene Name wird dein Name in der Simulation. iRacing setzt auf Klarnamen.

Der anfangs angezeigte Preis ist ohne Steuern. Bezahlen kannst du per Kreditkarte, PayPal oder Venmo — auch zukünftige Käufe von Autos und Strecken.

💻 2. Member Site & erster Blick ins UI

Wo du dein Konto verwaltest und den Client herunterlädst

Nach der Anmeldung landest du auf der Member Site. Hier läuft alles rund um deine Mitgliedschaft zusammen: eigene Daten, Passwort- und E-Mail-Wechsel, Order History (gekaufte Inhalte), Subscription — und der Download des iRacing-Clients.

(Es gibt noch eine Browser-Version aus alten Zeiten. Praktisch niemand benutzt sie mehr — lade einfach den richtigen Client herunter.)

Beim ersten Blick ins iRacing-UI ist es viel auf einmal. Wir gehen nicht auf alles ein — vieles brauchst du erst später. Aber du solltest wissen, wo deine Rennen liegen und wo deine Ergebnisse auftauchen.

🔍 3. Rennen finden — erst den Rookie-Filter setzen

Der wichtigste Tipp für Neueinsteiger im UI

In der linken Menüleiste öffnest du Official. Hier sind alle offiziellen Serien gelistet — Oval, Formel, Sportscar, Dirt, NASCAR. Um es übersichtlich zu halten, klickst du rechts oben auf Tags und aktivierst Rookie. Jetzt siehst du nur noch Serien, die du als Rookie tatsächlich fahren darfst.

Jede Zeile zeigt: einen Stern zum Favorisieren, einen Countdown bis zum nächsten Event, die Anzahl registrierter Fahrer, die Lizenz, den Seriennamen, das Auto, die aktuelle Strecke, ob es ein Team-Event ist, ob das Setup fix oder frei ist — und einen grünen Haken, wenn du teilnehmen darfst.

Tipp: registriere dich nicht direkt über die Liste, sondern klicke den Seriennamen an. Auf der Detailseite findest du deutlich mehr nützliche Infos — Renndauer, Wetter, nächste Sessions.

🏁 4. Training: Test Drive vs. Practice Server

Zwei Wege, die Strecke vor dem Rennen zu lernen

Test Drive

Allein, unter Rennbedingungen

More Ways to Race → Test Drive. Ein privater Server mit den echten Rennbedingungen der Woche — nur für dich. Perfekt für die ersten Runden auf einer neuen Strecke, wenn du niemanden um dich herum haben willst.

Practice Server

Training mit anderen

Auf der Serien-Detailseite ein Stück nach unten scrollen — dort findest du die Live-Practice-Server. Nimm einen Server passend zu deiner Region — Ping zählt. Beispiel: 17 ms in Europa vs. 117 ms in den USA macht einen echten Unterschied.

Im rechten Menü der Serienseite stehen weitere nützliche Infos: Renndauer, minimale und maximale Starterzahl (damit das Rennen zählt), wie viele Incident Points (X) du sammeln darfst, bevor du disqualifiziert wirst, ob ein Fast Repair verfügbar ist und welcher Startmodus (Standing oder Rolling).

🏂 5. Renntag — Schritt für Schritt

Von Register bis zur Zielflagge

Die Registrierung öffnet sich 30 Minuten vor Rennstart. Nach Klick auf Register wird der Button zu Withdraw — du kannst dich jederzeit wieder abmelden, solange das Fenster offen ist.

Während sich das Rennen füllt, erscheint oben rechts Join Practice. Klick drauf, um dich auf dem Practice-Server warmzufahren (Laden kann einen Moment dauern). Achte auf den Briefing-Kasten auf dem Bildschirm — er zeigt dir die Off-Track-Zonen, die du unbedingt meiden solltest.

Wenn dein Rennen startet, wirst du automatisch in die Session geportet — oder du drückst lange Escape und klickst oben rechts auf Race.

Die Session besteht aus drei Teilen: einer Practice-Session (~30 min, zum Warmfahren und damit alle in Ruhe joinen können), Qualifying (~8 min, zwei gewertete Runden), dann das Rennen. Für die Startaufstellung musst du Grid klicken — sonst startest du aus der Box.

Die weiße Flagge markiert die letzte Runde, die Zielflagge das Ziel. Bleib nach der Ziellinie nicht sofort stehen — das kostet Safety Rating und andere können in dich reinfahren. Rolle noch ein Stück vorsichtig aus, dann halte an.

📈 6. Ergebnisse richtig lesen

Wo du iRating, Safety Rating und Rundendaten nach dem Rennen findest

Nach jedem Rennen bekommst du ein Pop-up, dass deine Results bereitliegen. Klick es an oder geh über Results & Stats unten links im Menü.

Rufst du die Ergebnisse über die Serienseite auf, siehst du alle parallelen Splits — hilfreich bei großen Starterfeldern, aber du musst deinen eigenen Split erst suchen.

Die Ergebnisseite zeigt deine Rundenzeiten, die Durchschnittszeit, gefahrene Runden, die Stärke des Feldes — und vor allem die Veränderung deines Safety Ratings und deines iRatings. Scroll zu deinem Namen für deine Best Lap und die Anzahl der X (Incident Points).

Für die kommenden Wochen der gleichen Serie klickst du oben auf Schedule. Hier kannst du dich schon vorbereiten und sogar Test Drives starten (Multiplayer-Practice-Server gibt es immer erst ab Dienstag, wenn die neue Woche offiziell startet).

🚗 7. Rookie-Autos & Serien — alles kostenlos dabei

Am Anfang musst du nichts kaufen

Mit gesetztem Rookie-Filter wirkt die Liste erst lang — sie teilt sich in Oval, Formel, Sportscar, Dirt Oval und NASCAR auf. Und nein: genau wie im echten Leben startest du nicht mit einem 700-PS-GT3, sondern klein.

Im Bereich Sportscar gibt es zwei Autos zur Auswahl: den BMW M2 und den Mazda MX-5. Beide extrem beliebte Einstiegsserien. Der Mazda ist der klassische Rookie-Starter seit Jahren; der BMW ist erst seit Kurzem dabei.

In Formel gibt es ebenfalls zwei Auto/Strecken-Kombinationen. Dirt Oval bietet etwas mehr, NASCAR etwas weniger.

Alle Rookie-Autos sind im Abo kostenlos enthalten. Auch die 12 Strecken, die über eine Saison rotieren, sind dabei. Erst nach dem Aufstieg aus der Rookie-Lizenz musst du überhaupt Autos oder Strecken kaufen.

📊 8. Das Rating-System: SR & iR

Wie du aus der Rookie-Klasse rauskommst — und was jedes Rating bedeutet

Safety Rating (SR)

Wie sauber du fährst

Der SR misst, wie sicher du im Rennen unterwegs bist. Kontakt mit anderen Autos und Track-Limits-Verstöße kosten Incident Points (X). Zu viele X in einem Rennen → Disqualifikation. Viele X über die Zeit → SR-Verlust. Sauberes Rennen → SR-Gewinn. Die genaue Formel hält iRacing geheim, aber Kurvenanzahl und Renndauer spielen eine große Rolle.

Aufstieg aus Rookie

Wege aus der Rookie-Klasse

SR ≥ 3,0 zum Saisonende → automatischer Aufstieg mit Saisonwechsel.
SR ≥ 4,0 während der Saison → sofortiger Aufstieg, ohne Warten.
(Abstieg gibt es bei höheren Lizenzen: Fällst du zum Saisonende unter 2,0 oder während der Saison unter 1,0, geht's runter. Rookies können nicht absteigen.)

iRating (iR)

Skill-Niveau & Matchmaking

Das iRating spiegelt deine Leistungsstärke wider — man kann es sich wie skillbasiertes Matchmaking vorstellen. Du wirst Fahrern zugeteilt, die ähnliches iR haben. Starker Finish gegen die Strength of Field (SOF) → iR-Gewinn. Schwach → iR-Verlust. Achte am Anfang nicht zu verbissen aufs iRating. Fokus auf sauberes, kontrolliertes Fahren — das iR regelt sich mit der Zeit.

💪 9. Bleib dran

Die ersten Wochen können ernüchternd sein — du drehst dich raus, jemand fährt dich an, du landest weiter hinten als gehofft. Bleib dran. In der Rookie-Klasse sind alle Anfänger. Manche kommen von anderen Sims und sind bereits schnell; andere haben noch nie Sim-Racing gemacht und lernen gerade erst alles. Das gleicht sich schnell aus.

Rush nicht durch zu den GT3. Lerne die Autos, die Linien, das Verteidigen, das Wettersystem. Genieß den Prozess, ein besserer Fahrer zu werden — darum geht's eigentlich.

Bereit für Dashboards & RPM-Lights? Sobald iRacing läuft, wollen die meisten Sim-Racer schnell SimHub dazu — für richtige DDU-Dashboards, RPM-Bars, Wind-Sim und Bass-Shaker. Einfach weiter scrollen oder direkt zum SimHub Anfänger-Guide unten.

❗️ Was ist SimHub — und warum es zählt

Der Klebstoff, der ein modernes Sim Racing Rig zusammenhält

SimHub ist die Anwendung, um deine Sim-Racing-Peripherie zu verwalten — von RPM-Lights, Dashboards und DDUs bis hin zu Windsimulatoren, Bass-Shakern und Pedal-Rumble-Kits. Über die Jahre hat es sich von einem Hobbyprojekt zu dem Zentrum des Sim Racings entwickelt, mit einer stark überarbeiteten, intuitiven Oberfläche und breiter Unterstützung von allen ernstzunehmenden Herstellern in diesem Bereich (mit der bemerkenswerten Ausnahme einiger weniger Marken, die bewusst auf ein geschlossenes Ökosystem setzen).

Wenn ein Gerät SimHub unterstützt, liefert der Hersteller ein Device-Profil mit allen wichtigen Einstellungen aus, sodass das Gerät von Haus aus vorkonfiguriert ist. Das heißt: anschließen, Profil laden und einfach losfahren. Du kannst tief in die Einstellungen eintauchen — oder einfach an der Oberfläche bleiben und trotzdem ein großartiges Erlebnis haben.

Dieser Guide führt durch einen typischen ersten Installationsvorgang — Dashboard, Auto-Einstellungen, Geräte, LED-Profile, Arduino, Windsim und Shaker. Am Ende hast du eine voll eingerichtete SimHub-Installation, die deine DDU, LED-Flag, Pedal-Rumble-Kit, Windsim und das Lenkrad steuert.

📥 Installation

Download, entpacken, installieren — drei Minuten und du bist durch

Schritt 1

SimHub herunterladen

Gehe zu simhubdash.com/download-2 und hol dir die aktuelle Version. Der Download ist eine Zip-Datei — entpacke sie an einem Ort, den du wiederfindest (Desktop reicht).

simhubdash.com
Schritt 2

Installer ausführen

Öffne den entpackten Installer, akzeptiere die Lizenzbedingungen und stelle sicher, dass alle Checkboxen aktiviert sind — besonders .NET und Bildschirm-Treiber. Wenn du eine DDU oder ein Lenkrad mit Display betreiben willst, kosten dich diese Häkchen sonst später Stunden an Frust.

Alles anhaken
Schritt 3

Erster Start

SimHub startet automatisch, wenn die Installation fertig ist. Falls nicht, findest du es im Startmenü oder bei den ausgeblendeten Symbolen in der Taskleiste. Gute Nachricht bei einem Update einer bestehenden Installation: deine Einstellungen bleiben erhalten.

Bereit zum Fahren

📈 Das SimHub-Dashboard

Deine Kommandozentrale — was welcher Bereich macht

Der Hauptbildschirm in SimHub gibt dir einen Überblick über dein Rig und lässt dich die "Feedback"-Geräte steuern — Bass-Shaker, Pedal-Rumble-Motoren, Windsim. Hier aktivierst du außerdem das Spiel, das du gleich spielen willst.

Panel

Meine Geräte

Listet jedes in SimHub registrierte Gerät auf, das mit deinem PC verbunden ist — Lenkräder mit Display, Bass-Shaker, DDUs, RPM/Flag-LED-Bars. Das Zahnrad-Icon neben jedem Gerät ist eine Abkürzung zur vollen Konfiguration. Du kannst ein Gerät aus einer Datei importieren oder ein vorkonfiguriertes Profil aus SimHubs Bibliothek wählen.

Geräte-Zentrale
Panel

Feedback

Schnellzugriff auf Bass-Shaker-Lautstärke, Rumble-Motor-Amplitude, Windsim-Maximalleistung im Leerlauf (Motor aus) und im Rennen (Motor an). Dieses Panel wirst du am häufigsten nutzen — abends leiser, fürs Rennen auf Anschlag.

Bass, Wind, Rumble
Panel

Meine bevorzugten Simulatoren

Thumbnails deiner meistgenutzten Rennspiele. Ein Klick aktiviert das jeweilige Spiel — SimHub liest dann die Telemetrie dieses Titels und steuert alle deine Geräte entsprechend. iRacing, LMU, AC EVO, ACC, AMS2, rFactor 2 und viele mehr werden unterstützt.

Auswählen & losfahren

⚙️ Auto-Einstellungen

Redline, Schaltlichter, Kraftstoff-Alarm — pro Auto einstellen oder einfach SimHub synchronisieren lassen

Die Auto-Einstellungen sind zweigeteilt: Standard-Auto-Einstellungen (für das aktuelle Spiel) und Steuerung. Für 95 % der Sim Racer ist die wichtigste Option der Schalter ganz unten: "Redline synchronisieren, wenn das Spiel sie liefert" — damit aktiviert, holt sich SimHub die Redline direkt aus der Sim, und du musst nichts weiter anfassen.

Wenn du doch tiefer einsteigen willst:

  • Redline & Schaltlichter — drei Stufen (Shift 1 bei 90 %, Shift 2 bei 95 %, Redline bei 96 % der maximalen Drehzahl als Standard). Feintuning der Auslöse-Prozentsätze je Stufe möglich.
  • Kraftstoff-Alarm — setze den Schwellwert in Restrunden und die Drehzahl, bei der der Alarm abgespielt wird.
  • Redline pro Gang — fortgeschritten: definiere eine eigene Redline pro Gang, wenn das Automodell erkannt wird. Nützlich, wenn du das Drehmoment-Verhalten beim Peak verstehst, sonst Overkill.
  • Tasten-Zuweisungen — Redline mit einer Dreh- oder Drucktaste im laufenden Betrieb erhöhen / senken.

Ehrlich gesagt? Auto-Sync an, losfahren. Genau das ist die Schönheit von SimHub — es belohnt Tüftelei, aber verlangt sie nicht.

💻 Geräte-Einstellungen

Helligkeit, Hardware, Dashboard-Playlists — Kontrolle pro Gerät

Klicke auf ein Gerät (z. B. eine DDU oder eine RPM-Bar) in "Meine Geräte", um die zugehörige Einstellungsseite zu öffnen. Das Layout ist bei allen SimHub-unterstützten Geräten einheitlich und teilt sich in vier Bereiche:

Einstellung

Helligkeit

Ein Slider von 0-100 % für Displays und LEDs. Nützlich für Nachtsessions oder helle Räume — die meisten DDUs sind bei 100 % in einer dunklen Höhle blendend.

Einstellung

Hardware

Weise SimHub den richtigen Bildschirm zu (HDMI-Monitor, internes Lenkrad-Display usw.) und setze Rotation / Bildrate. Ein kleines HDMI-Dash wie das Grid DDU5 muss hier korrekt eingestellt sein, sonst zeigt es schlicht nichts an.

Einstellung

Haupt-Dashboard & Idle-Verhalten

Wähle das Dashboard-Layout fürs aktive Fahren und entscheide, was passiert, wenn das Spiel nicht läuft — ausschalten oder auf ein Idle-Dash umschalten. Tipp: Lass ein Uhren-Dash im Idle, und deine DDU wird zum schicken Schreibtisch-Timer, wenn du nicht fährst.

Einstellung

Dashboard-Playlists & Zuweisung pro Auto

Das Killer-Feature: lade automatisch ein anderes Dashboard pro Auto. GT3s bekommen ein Telemetrie-Dash, LMP-Fahrzeuge ein Hybrid-Info-Overlay, F1-Boliden ein F1-Lenkrad-Layout. Klick auf "Playlist hinzufügen", Auto wählen, Dash wählen.

📻 Dashboards installieren & aktualisieren

Drop-in-Dashboards aus der Community — und wie du dein eigenes baust

Eine der Superkräfte von SimHub: Dashboards sind einzelne Dateien, die du einfach per Doppelklick installierst. Die Community-Szene ist riesig. Ein paar Startpunkte:

  • Lovely Dashboard — weithin als das Universal-Dashboard schlechthin anerkannt, mit mehreren Editionen (u. a. einer "TK Edition") und starkem laufenden Support. Sauber, extrem gut lesbar, "funktioniert einfach".
  • Race Sim Studio's Ultimate SimHub Dashboard — wenn du RSS-Autos besitzt, deckt das praktisch jedes Modell aus deren Palette bis hoch zur Formula H ab.
  • Hersteller-Downloads — die meisten DDU- / Lenkrad-Hersteller (Grid, Ascher, Cube Controls, Simagic usw.) stellen offizielle Dashboards auf ihren eigenen Websites bereit.

Installation: Dashboard-Datei herunterladen, benötigte Fonts installieren (Lovely Dashboard braucht die Roboto-Font-Family), dann bei laufendem SimHub die heruntergeladene .simhubdash-Datei per Doppelklick öffnen. Der Import läuft automatisch. SimHub fragt eventuell nach einem Neustart, oft ist das aber gar nicht nötig. Sim starten, und das neue Dash erscheint.

Pro Auto zuweisen (siehe "Geräte-Einstellungen" oben) — fertig.

Eigenes Dashboard bauen: ein altes Tablet oder Handy in der Schublade? SimHub kann ein Dashboard darüber via Netzwerk ausspielen — Hardwarekosten null, und du hast einen zweiten Bildschirm mit Kraftstoff, Delta, Reifentemperaturen, Rundenzeiten usw. Perfektes Wochenend-Projekt.
Thomas' Tipp — Vocore-Screens: meine Plug-and-Play-Dashboard-Empfehlung ist ein Vocore-Screen in einem 3D-gedruckten Gehäuse. Reines USB — SimHub erkennt den Screen als zweiten Monitor, legt dein Wunsch-Dashboard darauf ab, fertig. Keine Treiber-Sorgen, keine Zusatz-Controller. Die 5-Zoll-Variante ist die ideale Größe für ein Haupt-DDU — groß genug, um durchs Lenkrad auf einen Blick ablesbar zu sein, klein genug für jedes Rig. Es gibt zudem eine runde Vocore-Version, die sich hervorragend als Zweit-Display für die "Zusatzinfos" eignet, die das Haupt-Dash nicht verstopfen sollen: Reifenverschleiß, Sprit-Delta, Positions-Map, Rundenhistorie. Mit einem 3D-Drucker und einem Nachmittag baust du dir so ein DDU, das es mit Kommerz-Einheiten ab 500 € aufnehmen kann — zu einem Bruchteil des Preises.

💡 LED-Profile

RPM-Bars, Brows, iFlag-Geräte — vorkonfiguriert oder eigen

Die meisten SimHub-unterstützten LED-Geräte (RPM-Bars, Brows, iFlags) liefern ein ordentliches Standardprofil des Herstellers mit. Wenn du etwas Individuelleres willst — oder ein community-optimiertes Profil mit besserem Flag-Handling — ist die Installation einfach:

  1. Öffne dein Gerät in SimHub und klicke auf den Reiter LEDs.
  2. Lade ein Profil herunter (z. B. die kostenlosen LED-Profile von Daniel Newman Racing) und entpacke es.
  3. Du brauchst die .LEDSPROFILE-Datei. Speichere sie an einem Ort, den du wiederfindest.
  4. Klicke in SimHub auf Profil importieren und wähle die Datei aus. SimHub bestätigt die Installation.

Von da an kannst du das Profil so lassen, verändern oder von Grund auf neu aufbauen. Hersteller-Standards sind in der Regel am einfachsten zu ändern; Community-Profile wie die von Daniel Newman sind reichhaltiger, aber auch komplexer im Innenleben.

🔧 Arduino & LED-Matrix

DIY-Ganganzeigen, iFlags und Schaltwarnungen

Im Arduino-Bereich spricht SimHub mit selbstgebauter Hardware — am häufigsten eine LED-Matrix als Ganganzeige oder ein iFlag-Flag-Warngerät (beliebt: das ReaperWare iFlag). Die Seite teilt sich in Effekte, und jeder Effekt hat eine Menge Einstellknöpfe.

Speziell beim Effekt GEAR findest du:

  • Aktuellen Gang anzeigen — An/Aus-Schalter.
  • Position — Matrix-Start, Start X, Start Y, um die Ziffer exakt zu platzieren.
  • Gang-Dropdown — wähle einen bestimmten Gang, um ihn zu individualisieren.
  • Font & Farbe — beides wählbar, inklusive einer separaten Redline-Farbe fürs Schalt-Blinken.
  • Redline-Blinken — aktivieren und Blink-Delay setzen.

Mit + Effekt hinzufügen und + Gruppe hinzufügen lassen sich Flaggen, Schaltwarnungen, Gang und mehr auf derselben Matrix stapeln. Hier wird SimHub wirklich tief — ideal für ein Wochenende aus 3D-Druck + Arduino-Bau.

🌬 ShakeIt Wind & Motoren

Immersionsschicht — Windsim, Pedal-Rumble-Kits und Bass-Shaker

ShakeIt Wind

Wind-Simulator

Konfiguriere tempoabhängige Wind-Kurven für Windsim-Geräte wie die SIM3D oder jedes Arduino-kompatible Lüfter-Kit. Du setzt Minimal- und Maximaldrehzahlen, Tempo-Schwellen und Idle-Verhalten. Gerade auf Triples oder in VR ein starkes Immersions-Upgrade.

ShakeIt → Wind
ShakeIt Motoren

Pedal-Rumble & Bass-Shaker

Weise Physik-Events (Gaslupfen, ABS, Blockierer, Curb, Einschlag, Motor-Brummen) den Motor-Kanälen von Pedal-Rumble-Kits und Bass-Shakern unterm Sitz zu. SimHub mischt alle Kanäle automatisch — du steuerst die Balance. Das SIM3D-Pedal-Rumble-Kit ist hier eine beliebte Kombination.

ShakeIt → Motoren

🏁 Fazit

Wie es weitergeht

Du hast jetzt die mentale Landkarte: SimHub ist das Zentrum, das Dashboard, LEDs, Rumble, Wind und Shaker miteinander verbindet. Einmal installieren, ein Dashboard laden, Device-Profil importieren — und du bist zu 90 % bei einem fantastischen Rig. Die restlichen 10 % sind der spaßige Teil: Farben tweaken, Playlists bauen, Effekt-Mixe verfeinern und mit der Zeit eigene DIY-Arduino-Projekte ergänzen.

Ein paar nächste Schritte:

  • Lies die Seite Software & Tools für eine breitere Sicht auf das Sim-Racing-Software-Ökosystem über SimHub hinaus.
  • Schau in die Hardware-Seite für Wheelbases, Pedale und Rigs, die sauber mit SimHub zusammenarbeiten.
  • Wenn du dein Rig noch baust, hilft die Kaufberatung dabei herauszufinden, wo dein Geld wirklich zählt.
  • Und für die Maker: unsere DIY-Seite hat Arduino- und 3D-Druck-Projekte, die sich perfekt mit SimHub ergänzen.

Dieser Guide ist ein community-orientierter Walkthrough. Die tiefste Referenz zu einzelnen Features liefert die offizielle SimHub-Dokumentation auf github.com/SHWotever/SimHub und die offizielle SimHub-Seite. Der Einsteiger-Walkthrough-Stil ist inspiriert von Richard Baxters ausgezeichnetem "SimHub Setup: A First Timer's Guide to Getting Started" auf Boosted Media.